Arbeitshilfen Abwasser
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Sie sind hier: Startseite Arbeitshilfen Abwasser  > Anhänge  > A-4 Hydraulische Berechnungen > A-4.3 Berechnung von Regen- und Mischwassernetzen > A-4.3.3 Hydraulische Auslastung
A-4.3.3 Hydraulische Auslastung
Mit der hydraulischen Auslastung können Aussagen über die hydraulische Leistungsfähigkeit von Kanalnetzen getroffen werden. Die Berechnungen werden auf Grundlage
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der hydrodynamischen Einzelsimulation oder
*
des Zeitbeiwertverfahrens
unter Verwendung von Modellregen durchgeführt. Aus dem Verhältnis von berechnetem Maximalabfluss zur stationären Vollfüllleistung wird für jede Haltung der hydraulische Auslastungsgrad wie folgt berechnet:
Entsprechend der hydraulischen Auslastung erfolgt - unabhängig vom Berechnungsverfahren - eine haltungsbezogene Zuordnung in festgelegte Auslastungsgradbereiche (vgl. Tab. A-4 - 3).
Tab. A-4 - 3 Einteilung hydraulischer Auslastungsgrade in festgelegte Bereiche
Auslastungsgrad Qmax/Qvoll [%]
X 90
90 < X 100
100 < X 125
125 < X 175
175 < X 250
250 < X
Ist der berechnete Maximalabfluss kleiner als der Vollfüllungsabfluss, wird das Abwasser i.d.R. im Freispiegelabfluss abgeleitet (Auslastungsgrad < 100 %). Ist der berechnete Maximalabfluss größer als der Vollfüllungsabfluss, fließt das Wasser i.d.R. im Druckabfluss ab.
Druckabfluss in einer Haltung kann zu Einstau oder Überstau in den oberhalb liegenden Schächten führen. Allein daraus ist nicht zwangläufig eine Überlastung des Kanalnetzes abzuleiten. Das Kanalnetz gilt als hydraulisch funktionsfähig, wenn als Folge von Druckabfluss keine unzulässigen Überstauungen an den Schächten auftreten.