Arbeitshilfen Abwasser
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A-4.3.8 Verwendung der Berechnungsergebnisse
Eine Gesamtbetrachtung des Zustandes und der Funktion bestehender Entwässerungssysteme sollte generell Bestandteil einer hydraulischen Nachrechnung sein.
Hydraulische Zustandsklassifizierung
Mit Hilfe der hydraulischen Zustandsklassifizierung wird durch die Berechnung von Überstau- und Überflutungshäufigkeiten das Abflussgeschehen außerhalb der Kanalnetzes beschrieben und so die hydraulische Leistungsfähigkeit eines Kanalnetzes nach der Dringlichkeit eingestuft. Es können aber nur bedingt Rückschlüsse auf die Ursache von Überstau- oder Überflutungsereignissen gezogen werden.
Dimensionierung
Mit Hilfe des Auslastungsgrades kann neben der Bemessung von Kanalnetzen bedingt auch das Abflussgeschehen in bestehenden Kanalnetzen beschrieben werden. Über den Auslastungsgrad kann beispielsweise festgestellt werden, ob der Überstau an einem Schacht auf eine nicht ausreichende Leistungsfähigkeit einer unterhalb liegenden Haltung oder z. B. auch auf Rückstau zurückzuführen ist.
Um das tatsächliche Abflussverhalten von Entwässerungssystemen erfassen zu können, sollte die hydraulische Nachrechnung durch systematische Beobachtungen des Systemverhaltens bei tatsächlich aufgetretenen Starkregenereignissen und durch eventuell vorliegende Messungen ergänzt werden. Nur so kann das Abflussverhalten auch im Hinblick auf die Häufigkeit und die Auswirkungen aufgetretener Überlastungen und somit der gegebene Überflutungsschutz beurteilt werden. Schwachstellen und Reserven im Kanalnetz können so besser identifiziert werden.