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A-5.6 Dezentrale und zentrale Niederschlagswasserbehandlungsanlagen
Niederschlagswasserbehandlungsanlagen werden in Abhängigkeit ihres Anschlussflächenverhältnisses in dezentrale und zentrale Anlagen unterteilt.
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Dezentrale Anlagen werden in unmittelbarer Nähe zu den Flächen angeordnet, deren Niederschlagsabflüsse zu behandeln sind (z.B. Versickerungsanlagen).
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Zentralen Anlagen werden die Abflüsse größerer Entwässerungsflächen eines Teilgebiets oder des gesamten Einzugsgebiets der Liegenschaft über Regenwasserkanäle zugeführt (z.B. Regenrückhaltebecken, Retentionsbodenfilter, vgl. Anhang A-5.8).
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Für den Bereich der Niederschlagswasserversickerung unterscheidet DWA-A 138 zwischen zentralen und dezentralen Anlagen auf Grundlage des Verhältnisses von angeschlossener undurchlässiger Fläche (Au) zu Versickerungsfläche (As). Anlagen mit einem Anschlussverhältnis vonAu:As 15 werden als dezentral betrachtet, größere Anschlussverhältnisse charakterisieren zentralen Anlagen.
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Die Unterscheidung von dezentralen und zentralen Anlagen ist für die Bemessung von Relevanz, da im Falle von zentralen Anlagen i.d.R. ein höheres Schutzziel zu gewährleisten ist.
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Die dezentrale Behandlung sollte, sofern wirtschaftlich vertretbar, Vorrang vor einer zentralen Behandlung haben.
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Unabhängig, davon ob die Anlage dezentral oder zentral geplant ist, ergeben sich die Notwendigkeit und der Umfang der Behandlung aus der hydraulischen und stofflichen Belastung des Niederschlagsabflusses gemäß der Kategorisierung nach Herkunftsflächen (Anhang A-5.4) und den Anforderungen an die Einleitung.