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A-5.7 Dezentrale Versickerungsanlagen
Durch die Versickerung wird das Niederschlagswasser gezielt über technische Versickerungsanlagen in den Boden und das Grundwasser eingeleitet. Es sind folgende Versickerungsverfahren zu unterscheiden:
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Flächenversickerung
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Muldenversickerung
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Rohr- und Rigolenversickerung
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Schachtversickerung
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Mulden-Rigolen-Versickerung (ohne und mit Ableitung)
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Beckenversickerung
Die Auswahl des Versickerungsverfahrens ist abhängig von
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der stofflichen Belastung des Niederschlagswassers und dessen Behandlungsdürftigkeit nach Anhang A-5.4.1 und Abb. A-5 - 2 (qualitativer Aspekt) sowie
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dem Verhältnis von angeschlossener undurchlässiger Fläche (Au) zu Versickerungsfläche (As) und dem Durchlässigkeitsbeiwert (kf-Wert) des Bodens (quantitativer Aspekt).
Voraussetzungen für die Versickerung von Niederschlagswasser sind eine ausreichende Durchlässigkeit des Untergrundes und Freiflächenverfügbarkeit (vgl. Anhang A-5.7.2.2). Je geringer die Durchlässigkeit desto mehr muss die eingeschränkte Versickerungsrate durch eine größere Versickerungsfläche oder durch eine verstärkte Zwischenspeicherung des Niederschlagsabflusses kompensiert werden. Unterschreitet die Durchlässigkeit kf-Werte von 1 x·10-6 m/s, wird die Versickerung in den Untergrund so gering, dass eine zusätzliche Ableitung erforderlich ist. Die Zusammenhänge zwischen der Flächenverfügbarkeit und Durchlässigkeit und deren Einfluss auf die Auswahl des Versickerungsverfahrens sind in Abb. A-5 - 3 dargestellt.
Abb. A-5 - 3 Quantitative Randbedingungen für die Auswahl von Versickerungsverfahren [DWA-A 138]