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A-5.2.6 Kosten/Wirtschaftlichkeit
Ein wesentlicher Kostenfaktor ist der Speicher. Er sollte nicht zu groß gewählt werden, da ab einer bestimmten Speichergröße durch eine weitere Vergrößerung nur unwesentlich mehr Regenwasser genutzt und somit Geld für Trinkwasser eingespart werden kann. Im privaten Bereich ist aus wirtschaftlichen Gründen ein Speicher zu wählen, der pro Quadratmeter Dachfläche etwa 20 bis 30 l Inhalt aufweist [Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie und Bundesangelegenheiten (Hrsg.), 1994]. In der Regel ist eine individuelle und projektbezogene Entscheidung für eine sinnvolle Speichergröße unumgänglich. Bei der Betrachtung der Wirtschaftlichkeit stehen den Kosten regelmäßig Einsparungen bei der Trinkwassergebühr entgegen.
In einer Studie zur Beurteilung unterschiedlicher Wasseraufbereitungssysteme für Wascheinrichtungen der Bundeswehr [STHBA Hannover II, EcoTec Verfahrenstechnik GmbH, 1997] wurde auch untersucht, ob zur Deckung des Klarspülwassers die Regenwassernutzung in Betracht kommt. Dabei stellte sich heraus, dass für den erforderlichen Wasserbedarf die Dachflächen des Waschbereiches zu gering sind und nur ein Deckungsgrad von 25 % erzielbar wäre. Unabhängig hiervon sollte grundsätzlich auch für Großanlagen die Wirtschaftlichkeit der Regenwassernutzung untersucht werden.
Im Zusammenhang mit der Regenwassernutzung sind auch wasserwirtschaftliche und entwässerungstechnische Aspekte zu betrachten. Regenwassernutzungsanlagen stellen dezentrale Speicher dar, die zur Abflussdämpfung beitragen können oder sich auch positiv im Hinblick auf die Regenwasserbehandlung in Mischsystemen auswirken.