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A-5.8 Dezentrale Behandlungssysteme
Dezentrale Behandlungssysteme haben das Ziel, eine Reinigung stofflich belasteter Niederschlagsabflüsse nahe am Ort ihrer Entstehung vorzunehmen. Im Gegensatz zu den dezentralen Versickerungsanlagen, die individuell geplant und gebaut werden, gibt es Anlagen, die als standardisierte Industrieprodukte in Serie gefertigt werden. Sie werden nachfolgend zur Abgrenzung zu den dezentralen Versickerungsanlagen als dezentrale Behandlungssysteme bezeichnet. Die Systeme verfügen zumeist über eine bauaufsichtliche Zulassung für die darin spezifizierten Anwendungs-bereiche (Anhang A-5.8.2.1).
Die behandelten Abflüsse der Behandlungssysteme können versickert oder ortsnah verzögert abgeleitet werden. Die Ableitung in einem Regenwasserkanal mit nicht behandlungsbedürftigem Niederschlagsabfluss ist möglich.
Der Einsatzbereich der Behandlungssysteme kann sich in den Liegenschaften von der gebäudenahen Dachentwässerung bis zur kleinräumigen Verkehrsflächenentwässerung oder Entwässerung technischer Bereiche erstrecken.
Dezentrale Behandlungssysteme können in folgende Systemtypen unterschieden werden:
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abwasserbehandelnde Flächenbeläge
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Rinnensysteme mit Substrat
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Straßenabläufe mit Einbauteilen
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Schacht- und Kompaktsysteme
In Abhängigkeit des Reinigungsziels mit dem Ziel des Schadstoffrückhalts werden folgende verfahrenstechnische Wirkmechanismen der dezentralen Behandlungssysteme unterschieden:
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Dichtetrennung (Feststoffe / Leichtflüssigkeiten)1
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Filtration
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Sorption
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Ionenaustausch
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Fällung
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Biochemische Umwandlung
Die Behandlungssysteme sind zum Teil als modulare Systeme entwickelt, die eine bedarfsgerechte Kombination verschiedener Wirkmechanismen in Abhängigkeit der stofflichen Belastung der Herkunftsflächen ermöglichen.
Kein Einsatz für Herkunftsflächen gemäß §62 WHG