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A-6.3.1.7 Elastomer-Kompressionsdichtung
 
Verfahren
a) Allgemeine Verfahrensbeschreibung
Die Verwendung von Kompressionsdichtungen ist insbesondere zur Sanierung bei undichten Rohrverbindungen ohne zusätzliche Strukturschäden geeignet. Hierzu wird ein auf die Rohrverbindungsgeometrie abgestimmtes EPDM-Elastomer-Profil in die Verbindungsfuge eingepresst. Der Einbau erfolgt maschinell oder manuell. Die Abdichtung wird über die Rückstellkräfte des zwangsverformten, ursprünglich im Querschnitt kreisrunden Gummiprofils erzielt.
Die Stirnflächen der Verbindungsfuge sollten einen möglichst parallelen Verlauf und eine geschlossenporige Oberfläche aufweisen, so dass diese ggf. vorab aufzuarbeiten sind (Aufweitung oder Reduzierung des Fugenspalts).
Als Dichtungsprofil ist ein für übliche Steckverbindungen eingesetztes EPDM-Gummi zu verwenden. Dabei muss der Querschnitt auf den vorhandenen Fugenspalt und der Umfang auf den vorhandenen Kanalquerschnitt abgestimmt sein.
b) Beispiele für zugehörige Verfahren und Varianten
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Anwendungsbereich
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Ab DN 800;
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Alle Rohrwerkstoffe i. d. R. bei dickwandigen Rohren;
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Bei anstehendem Grundwasser bis 10 m Wassersäule (1,0 bar);
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Ohne gravierende Strukturschäden im Bereich der Rohrverbindungen;
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Besonders geeignet zur Sanierung bei undichten Rohrverbindungen nach Neubaumaßnahmen;
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Bei Grundwasserinfiltration, sofern keine Aufarbeitung der Fugenflanken mit Materialauftrag erforderlich ist.
Technische Anforderungen und Randbedingungen
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Bei starker Grundwasserinfiltration ist eine Vorabdichtung erforderlich.
Vorteile
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Gelenkigkeit der Rohrverbindung bleibt erhalten, auch bei mechanischer Beanspruchung der Rohrleitung (Abwinkelung und Scherlast);
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Werkseitig gefertigtes Sanierungsmaterial mit definierten Eigenschaften;
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Reparaturstelle auch bei Hochdruckreinigung beständig;
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Wetterunabhängiger Einbau auch bei nassen Fugenflanken möglich.
Nachteile
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Aufwändige Maßnahmen bei zu großen Fugenspaltmaßen (Querschnittsreduzierung durch Materialauftrag).
Rechtliche und ökologische Anforderungen
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Bauzeit
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In Abhängigkeit der Nennweite und dem Aufwand zur Aufbereitung der Fugenspalten.
Zusätzliche technische Vertragsbedingungen zur Qualitätssicherung
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VSB-Empfehlung Nr. 10 "Reparatur begehbare Kanäle" (vgl. Anh. A-6.1.2).
Leistungsbeschreibung
Vorarbeiten
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Aufarbeitung der Verbindungsfugen
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Ggf. Vorabdichtung
Hauptposition
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Einbau Elastomer-Kompressionsdichtung
Nacharbeiten
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Keine
Bauüberwachung
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Sämtliche qualitätsrelevanten Arbeitsschritte (z. B. gemäß ZTV) müssen kontinuierlich überprüft werden.
Qualitätsnachweise
Für die eingesetzten Materialien und Baustoffe
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Gemäß DIBt-Zulassung, ZTV bzw. Verfahrenshandbuch.
Für das Sanierungssystem
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Gemäß DIBt-Zulassung, ZTV bzw. Verfahrenshandbuch.
Für die Arbeitsabläufe
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Gemäß ZTV-Vorgaben bzw. Verfahrenshandbuch.