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A-6.3.3.2 Rohrvortrieb
 
Verfahren
a) Allgemeine Verfahrensbeschreibung
In neuer Trasse wird im begehbaren Bereich i. d. R. das Rohrvortriebsverfahren (gesteuerter Rohrvortrieb bemannt oder unbemannt) eingesetzt.
b) Beispiele für zugehörige Verfahren und Varianten
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Vortrieb unbemannt (RAL-GZ: VM und VMD);
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Vortrieb bemannt (RAL-GZ: VO und VOD).
Anwendungsbereich
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Bei allen Schadensarten;
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Bei Beton-, Steinzeug- und Asbestzementrohre, nicht Stahlbetonrohre;
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Ab DN 800 (unbemannt) bzw. ab DN 1200 (auch bemannt).
Technische Anforderungen und Randbedingungen
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Mindestüberdeckung: i. d. R. ab 3 m;
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Mindestabstand zu baulichen Einrichtungen und angrenzenden Außenanlagen (z. B. Gas-, Wasser- und Wärmeversorgung sowie Verkehrsanlagen): i. d. R. 2 m;
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Ggf. Grundwasserabsenkung im Bereich der Baugruben erforderlich;
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Start- und Zielbaugruben sowie ggf. Baugruben in Anschlussbereichen erforderlich.
Vorteile
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Hohe Wirtschaftlichkeit bei sehr tiefen Kanaltrassen;
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Querschnittsvergrößerung möglich;
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Hohe Lebensdauer des neuen Kanals und der neuen Anschlüsse;
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Minimale Bodenabfuhr;
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Keine Sicherung angrenzender Außenanlagen wie z. B. Gas-, Wasser- und Wärmeversorgung erforderlich (nur im Bereich punktueller Baugruben sowie Start - und Zielgrube);
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Witterungsunabhängig.
Nachteile
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Unwirtschaftlich bei dicht vermaschten Hausanschlüssen und vergleichsweise geringer Einbautiefe;
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Gefährdung angrenzender Außenanlagen (z. B. Gas-, Wasser- und Wärmeversorgung sowie Verkehrsanlagen) durch temporären Druckaufbau beim Vortrieb und Bodenverdichtung.
Rechtliche und ökologische Anforderungen
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Einflüsse auf benachbarte Bäume und Sträucher durch Eingriff in Wurzelraum und Grundwasserabsenkung sind auf ein Mindestmaß zu reduzieren.
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Eingriffe in den Boden- und Wasserhaushalt sind auf ein Mindestmaß zu reduzieren.
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Für Grundwasserabsenkungen und -einleitungen ist eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich.
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Einflüsse auf angrenzende Außenanlagen (z. B. Gas-, Wasser- und Wärmeversorgung sowie Verkehrsanlagen) sind auf ein Mindestmaß zu reduzieren.
Bauzeit
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Tagesleistung in Abhängigkeit der Nennweite und Bodenart: ab 10 m.
Zusätzliche technische Vertragsbedingungen zur Qualitätssicherung
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Leistungsbeschreibung
Vorarbeiten
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Startbaugrube herstellen
Hauptposition
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Kanal herstellen in neuer Trasse (Rohrvortrieb, Positionskriterien: Nennweite, Material, Einbaulänge, Bodenart, Rohrmodullänge, statische Erfordernisse, Förderung abgebautes Material)
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Neuanbindung vorhandener Anschlussleitungen (i. d. R. in offener Bauweise, ggf. mit Trassenänderung)
Nacharbeiten
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Schachtherstellung
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Verdämmung alter Kanal
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Dichtheitsprüfung
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Oberflächen wieder herstellen
Bauüberwachung
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Sämtliche qualitätsrelevanten Arbeitsschritte (z. B. gemäß Verfahrenshandbuch RAL-GZ für VM-, VMD-, VO-, VOD- und S52.01-Verfahren) müssen kontinuierlich überprüft werden.
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Überwachung der Pressenkräfte.
Qualitätsnachweise
Für die eingesetzten Materialien und Baustoffe
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Gemäß Verfahrenshandbuch z. B. nach RAL-GZ 961 für VM-, VMD-, VO-, VOD- und S52.01-Verfahren.
Für das Sanierungssystem
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Gemäß Verfahrenshandbuch z. B. nach RAL-GZ 961 für VM-, VMD-, VO-, VOD- und S52.01-Verfahren.
Für die Arbeitsabläufe
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Gemäß Verfahrenshandbuch nach z. B. RAL-GZ 961 für VM-, VMD-, VO-, VOD- und S52.01-Verfahren.