A-6.2.4.12 Abdichtung mit Außenmanschetten
Verfahren
a) Allgemeine Verfahrensbeschreibung
Für eine Abdichtung von außen muss die Standsicherheit der Rohre während der Reparatur gewährleistet sein.
Für die Abdichtung von außen können mehrteilige Manschetten aus rostfreiem Stahl mit einer elastomeren Innenbeschichtung verwendet werden. Nach dem Reinigen des Rohres im Bereich der Undichtigkeit wird ein Gleitmittel (z. B. Seifenlauge) auf das Rohr und die Manschetteninnenseite aufgetragen. Nachdem die Manschette montiert und befestigt wurde, erfolgt die abschließende Dichtheitsprüfung.
Anwendungsbereich
- örtlich begrenzte Undichtigkeiten wie Längs- und Querrisse;
- Rohrbrüche;
- undichte Rohrverbindungen (Falzverbindungen);
- geringe Lageabweichungen in Horizontal- und Vertikalrichtung;
- einsetzbar bei Rohren mit kreisförmigen Querschnitten und Nennweiten bis DN 1150 aus fast allen Werkstoffen;
- nur wirtschaftlich und empfehlenswert bei geringen Rohrtiefen und unbefestigten Oberflächen ohne Verkehrsbelastung.
Vorteil
- einfache Handhabung;
- bei Abweichungen des Außendurchmessers bis 30 mm einsetzbar;
- die Vorflut bleibt unberührt, keine Abwasserhaltung erforderlich.
Nachteil
- das Anlegen der offenen Baugrube, vor allem bei großen Tiefen;
- eine eventuelle Wasserhaltung und die Neben- und Folgearbeiten (z. B. Straßendecke schließen, Straßensperrung) sind sehr kostenintensiv.
- für PE-Rohre weniger geeignet, da keine dauerhafte Abdichtung erreichbar.
Ökologische Beurteilung
Rechtliche Beurteilung
Abb. A-6 - 10 2-teilige Außenmanschette zur Abdichtung von außen [Information Städtler + Beck]![]()