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A-6.4 Sanierungsverfahren für Leitungen (Hausanschlüsse/Grundleitungen)


Die Sanierungsverfahren für nicht begehbare Kanäle sind zum größten Teil grundsätzlich auch für die Sanierung von Leitungen geeignet. Bei der Auswahl der Verfahren sind allerdings folgende Randbedingungen zu beachten:

In den meisten Fällen sind Leitungen über Abzweiger oder Stutzen am Hauptkanal angebunden. Es besteht bei nicht begehbaren Abwasserkanälen somit keine Möglichkeit, die Leitung ohne Einsatz von Robotertechnik vom Hauptkanal aus zu erreichen.

Auch am Anfang der Grundleitung im Gebäude sind meistens nur Reinigungsöffnungen vorhanden, an die sich in der Regel mehrere Bögen anschließen, und somit ein gute Zugänglichkeit der Leitung verhindern. Richtungsänderungen innerhalb der Grundleitung sind i.d.R. ebenfalls mit Rohrbögen ausgeführt. Auf die Anordnung von Einsteigschächten oder nicht begehbaren Kontrollschächten wurde in der Vergangenheit meistens verzichtet.

Bei neuen Kanalisationsnetzen bzw. bei der Sanierung von Kanalsystemen sollte diese wichtige Kontroll- und Wartungsmöglichkeit für die Hausanschlüsse und Leitungen hergestellt werden.

Für die Sanierung von Leitungen wurden besondere Verfahren entwickelt, die nachfolgend beschrieben werden.

Hausanschlüsse, die über Kontrollschächte erreichbar sind, können i.d.R. auch mit den im Kapitel A-6.2 beschriebenen Verfahren für nicht begehbare Kanäle, unter Berücksichtigung ihrer speziellen Randbedingungen, saniert werden.

Vorbereitende Maßnahmen

Vor der Sanierung von Hausanschlussleitungen ist eine Reinigung sowie eine Inspektion durchzuführen.

Kanalreinigung

Bei starken Inkrustationen ist eine Hochdruckreinigung erforderlich. Aufgrund der kleinen Rohrdurchmesser und vielen Bögen sollte jedoch möglichst eine "sanfte" Reinigung vorgenommen werden (z.B. Schwallreinigung).

Kanalinspektion

Die Inspektion kann über eine fahrbare Satellitenkamera durchgeführt werden. Diese wird vom Hauptkanal aus (mind. DN 200, besser DN 250) nach dem Einschwenken des Kamerakopfes in die Leitung mittels Hochdruck im Rückstoßverfahren bis zu 30 m in Richtung Gebäude vorangetrieben.

Eine Inspektion ist auch über die Hausanschlussschachtöffnung oder die Reinigungsöffnung im Keller des Gebäudes möglich. Die Kamera wird hier von Hand in den Hausanschlusskanal eingeschoben (Schiebekamera). Bögen in der Leitung stellen ein Hindernis sowohl für die Satellitenkamera als auch für die Schiebekamera dar. Zudem ist die Bildqualität meistens nicht befriedigend. Neuerdings werden Minikameras mit flexiblem Gestänge angeboten, die auch die Inspektion von nicht geradlinigen Leitungen ermöglichen und eine bessere Bildqualität liefern sollen.

A-6.4.1 Reparaturverfahren

Ähnlich wie bei der Reparatur der Kanälen können Reparaturen von innen und bei den nicht überbauten Leitungen auch Reparaturen von außen vorgenommen werden.

A-6.4.2 Renovierungsverfahren

Bei der Renovierung von Leitungen können aus verfahrenstechnischen Gründen nur folgende Verfahren sinnvoll eingesetzt werden:

Beim Spiralrohrrelining ist eine erhöhte Querschnittsreduzierung zu beachten.

A-6.4.3 Erneuerung


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