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A-6.5.2.2 Montageverfahren
 
Verfahren
a) Allgemeine Verfahrensbeschreibung
Beim Montageverfahren werden werkseitig vorgefertigte Einzelelemente (z. B. aus GFK, PE-HD, PP, STZ-Elementen) in den Schacht eingebracht, wasserdicht zusammengefügt und an der Schachtwand montiert. Eventuelle Bohrungen zur Fixierung an der Schachtwand werden im Nachgang wasserdicht verschlossen (z. B. Laminat).
Montageverfahren können sich auf Schachtgerinne und -auftritte beschränken (Teilauskleidung), oder den gesamten Schacht umfassen (Vollauskleidung).
Darüber hinaus wird zwischen selbsttragenden und nichtselbsttragenden Teil- und Vollauskleidungen unterschieden.
b) Beispiele für zugehörige Verfahren und Varianten
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Montageverfahren (RAL-GZ: S45-Verfahren).
Anwendungsbereich
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Bei fortschreitender Korrosion z. B. durch biogene Schwefelsäurebildung (im Gasraum) oder durch aggressives Abwasser (im Sohlbereich);
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Bei fortschreitendem mechanischen Verschleiß;
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Bei sichtbaren Undichtigkeiten (In-/Exfiltration durch undichte Mauerwerksfugen, poröse Schachtwandungen);
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Schachtgeometrie beliebig;
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Teilauskleidungen in der Sohle: i. d. R. ab DN 1000;
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Teilauskleidungen im Gasraum und Vollauskleidung: i. d. R. ab DN 1200 bzw. entsprechende Profilhöhen.
Technische Anforderungen und Randbedingungen
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Vorflutsicherungsmaßnahmen erforderlich;
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Bei gravierenden Einzelschäden und Grundwasserinfiltration ist ggf. eine Vorsanierung erforderlich;
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Die Dimensionierung der Montageelemente und der Verankerungsabstand werden im Rahmen des erforderlichen Standsicherheitsnachweises festgelegt. Bemessungskriterien sind die örtlichen Randbedingungen (z. B. Grundwasseraußendruck, Güte der alten Bausubstanz.
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Zwischen den Montageelementen und der Altsubstanz verbliebene Zwischenräume müssen für eine optimale Lastübertragung ggf. verfüllt werden.
Vorteile
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Kostengünstig insbesondere in Großprofilen;
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Ggf. maßgebliche Verbesserung der Tragfähigkeit;
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Reprofilierung (z. B. Ausgleich von Unterbogenbereichen) möglich.
Nachteile
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Ggf. aufwendige Vorflutsicherungsmaßnahmen;
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Querschnittsreduzierung in Abhängigkeit der aufgebrachten Materialstärke.
Rechtliche und ökologische Anforderungen
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Bauzeit
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In Abhängigkeit des Aufwands für die Untergrundvorbehandlung, der Schachtgröße und der erforderlichen Verankerungsabstände: 1 bis 2 Tage je Schacht.
Zusätzliche technische Vertragsbedingungen zur Qualitätssicherung
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VSB-Empfehlung Nr. 8 "Schachtsanierung" (vgl. Anh. A-6.1.2).
Leistungsbeschreibung
Vorarbeiten
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Hindernisbeseitigung
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Reinigung
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Sicherung der Hausanschlüsse und Vorsanierungen
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Vorflutsicherung im Hauptkanal und in Seitenzuläufen
Hauptposition
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Montage der Einzelelemente
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Wasserdichte Verbindung der Einzelelemente
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Ggf. Verdämmung Ringraum
Nacharbeiten
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Zulaufanbindung
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Dichtheitsprüfung
Bauüberwachung
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Sämtliche qualitätsrelevanten Arbeitsschritte (z. B. gemäß ZTV oder Verfahrenshandbuch RAL-GZ für S45-Verfahren) müssen kontinuierlich überprüft werden.
Qualitätsnachweise
Für die eingesetzten Materialien und Baustoffe
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Gemäß DIBt-Zulassung, ZTV bzw. Verfahrenshandbuch nach RAL-GZ 961 für S45-Verfahren.
Für das Sanierungssystem
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Gemäß DIBt-Zulassung, ZTV bzw. Verfahrenshandbuch nach RAL-GZ 961 für S45-Verfahren.
Für die Arbeitsabläufe
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Gemäß ZTV-Vorgaben bzw. Verfahrenshandbuch nach RAL-GZ 961 für S45-Verfahren.